Unsere Konzepte

Trotz der thematischen Breite sind es immer wieder ähnliche Zielsetzungen, an denen sich unsere Untersuchungen orientieren. Sie lassen sich durch Schlagworte wie Kundenzufriedenheit, Evaluation, Bekanntheitsgrad, Bedarfsanalyse oder Imageerhebung charakterisieren. Dabei handelt es sich häufig um theoretische Bezüge und Methoden, die relativ unabhängig von der konkreten Fragestellung Gültigkeit haben und wo sich Erfahrungen aus einem Sachbereich auf andere übertragen lassen.
Die dabei verwendeten Forschungsmethoden sind alle dem Bereich der empirischen Sozialforschung zuzuordnen.

Reichweitenmessung, Bekanntheit, Markenstärke

"Bin ich ein großer Fisch?": Reichweiten bei Medienangeboten, Marktanteile von Konsumartikeln und die Bekanntheit von politischen Persönlichkeiten geben erste Anhaltspunkte für die Stellung im "Markt". Will man Ergebnisse untereinander vergleichen, sollte man sich auf bewährte und verbreitete Konzepte stützen. Für verlässliche Aussagen bedarf es meist großer repräsentativer Stichproben.

Nutzerstruktur-Analyse, Zielgruppensegmentation, Typologien

"Wer sind meine Kunden?": Wie die typischen Kunden aussehen, von welchen Einstellungen und Motiven sie gelenkt werden und wie im Vergleich dazu die Stammkunden "ticken", verraten tiefergehende Untersuchungen, z.B. Cluster-Analysen. Die Ergebnisse helfen, Zielgruppen zu formulieren, Wachstumspotenziale zu identifizieren und Marketingmaßnahmen abzustimmen.

Imageanalyse, Positionierung, Markenidentität

"Wo stehe ich im Markt?": Das Image einer Marke entsteht an der Schnittstelle von Erwartungen, wahrgenommenen Eigenschaften und Erfahrungen. Die Einzelmeinungen von Kunden und Nicht-Kunden summieren sich dabei zu einem mehr oder weniger kollektiv geteilten Bild. Mit geeigneten Verfahren, z.B. Faktoren-Analyse oder multidimensionaler Skalierung, gelingt es, die wichtigen Dimensionen der Konsumentenvorstellungswelt zu identifizieren, Marken darin zu verorten und die Stoßrichtung von Kommunikationsmaßnahmen zu optimieren.

Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, CRM-Analysen

"Bin ich gut?": Im Bemühen um eine gute Beziehung zu unseren Kunden (CRM=Consumer Relation Management) müssen wir wissen, was diese über uns und unsere Produkte denken. Denn nur zufriedene Kunden bleiben uns treu und empfehlen uns ihren Bekannten. Gezielte Analysen enthüllen die Kritikpunkte, auf die wir reagieren müssen und die kommunikativen Schwerpunkte, die wir setzen sollten. Das Gleiche gilt für Mitarbeiter/innen, denn zufriedene Beschäftigte sind bekanntermaßen produktiver.

Identifikation und Gewichtung von Qualitätsmerkmalen, Stärken-Schwächenprofil

"Was sind meine Stärken und Schwächen?": Um ein aussagekräftiges Performance-Profil zu erstellen, analysieren wir die Wichtigkeit verschiedener Aspekte, ihre individuelle Bewertung und ihren Einfluss auf die Gesamtzufriedenheit im Wechselspiel mit anderen Faktoren. Auf diese Weise können die vordringlichsten Maßnahmen und ihre voraussichtliche Wirkung bestimmt werden.

Monitoring, Begleitung, Evaluation

"Habe ich meine Ziele erreicht?": Erfolg misst sich nicht nur an dem, was am Ende dabei herauskommt, sondern auch an dem, was vorher da war und im Laufe der Zeit hineingesteckt wurde. Deshalb fangen wir bei unseren Evaluationsprojekten mit der Arbeit am liebsten an, noch bevor es richtig losgeht - nämlich beim Setzen der Ziele.

Bedarfsanalysen, repräsentatives Meinungsbild

"Was wollen Herr und Frau Südtiroler?": Bei der Markteinführung eines Produkts oder bei einer einschneidenden politischen Entscheidung stellt sich oft die Frage nach der Akzeptanz in der Bevölkerung. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, vorher nachzufragen, um Flops oder heftigen Widerstand zu vermeiden. Akzeptanz oder Bedarf können aber auch indirekt durch Zusammenführen verschiedener Sekundärdatenquellen abgeschätzt werden.

Zeitreihenuntersuchungen, Panelstudien

"Wie entwickelt es sich?": Für Zeitvergleiche sind mehrmalige Querschnittsuntersuchungen oft zu ungenau, weil die Stichprobe jeweils eine andere ist. Bei einem echten Panel werden dagegen dieselben Personen mehrmals befragt, was aber sehr hohe Anforderungen an die Feldarbeit und Datenaufbereitung stellt. Derzeit verfolgen wir im Rahmen des Südtiroler Haushaltspanels die Lebensbedingungen von rund 1.000 Familien im Land.

Ursachen- und Wirkungsforschung (Kausalmodelle)

"Warum?": Die Ursachenforschung gehört zu den komplexesten Analysemethoden, und oft können nur sorgfältige theoretische Vorüberlegungen und multivariate statistische Modelle vermeiden, dass man Scheinkorrelationen aufsitzt. Denn obwohl es zwischen Storchendichte und Geburtenrate einen deutlichen Zusammenhang gibt, werden die Kinder noch lange nicht von Störchen gebracht. Hinter beiden Phänomenen stehen stattdessen typische Stadt-Land-Unterschiede - und selbst mit dieser Einsicht sind die wahren Gründe noch nicht gefunden.

Aggregatanalysen (z.B. Wählerstromanalyse)

Auch mit zusammengefassten Daten, bei denen nicht auf einzelne Merkmalsträger z.B. Personen zurückgegriffen werden kann, lassen sich interessante Analysen mit statistisch signifikanten Ergebnissen durchführen. So haben wir mit Hilfe der Ergebnisse der Bozner Wahlsprengel die Wählerflüsse zwischen 1. Wahlgang und Stichwahl bei der Gemeinderatswahl 2005 untersucht.

Mobilitätsforschung mit der KONTIV-Methode

"Wie kommst du von A nach B?": Fast genau diese Frage stellen wir in unseren Mobilitätsstudien einem repräsentativen Ausschnitt aus der Bevölkerung und gewinnen durch die statistische Hochrechnung aller Wege, Verkehrsmittel und Beweggründe ein detailliertes Verständnis für das tägliche Hin und Her auf dem Verkehrsnetz eines Gebietes.

Copytest und Usability-Forschung

"Bewährt sich mein Angebot in der Praxis?": Bei Medienprodukten, Werbeanzeigen, Verpackungen oder Bedienungselementen hat man scheinbar an alles gedacht und doch kommt das Ergebnis nicht bei den Kunden an. Um so etwas zu vermeiden, unterziehen wir Erzeugnisse aller Art dem Praxistest und geben sie in die Hände unserer kritischen Tester/innen oder lassen sie von repräsentativ ausgewählten Personen "begutachten".

Sekundärdatenanalysen und Literaturstudien

"Erst mal sehen, was es schon gibt!": Ein Blick in die einschlägige Literatur und die Auswertung bereits bestehender Datenquellen ist für uns ein Grundkonzept unserer Forschungstätigkeit. Und wenn es möglich ist, ersparen wir unseren Kunden und uns gerne Geld, Zeit und Mühe und verzichten darauf, Daten doppelt und dreifach zu erheben.