Ausbildung und Beruf

Die moderne Dienstleistungsgesellschaft zeichnet sich durch einen zunehmenden Stellenwert von Bildung und Lernfähigkeit aus. Beides ist Voraussetzung für beruflichen Erfolg und soziale Integration. Das Schlagwort vom lebenslangen Lernen stellt gleichzeitig Bildungsanbieter/innen und Bildungsnutzer/innen vor große Anforderungen.

Durch die systematische Beschäftigung mit dem Arbeitsmarkt, die Kenntnis des Südtiroler Bildungsystems und ein geeignetes sozialwissenschaftliches Instrumentarium kann apollis wertvolle Beiträge für die Bildungsplanung liefern. Eine wiederkehrende Aufgabe sind Bedarfsanalysen für neue Berufsbilder und die entsprechenden Lehrgänge: Beispiele hierfür sind Arbeiten für die Freie Universität Bozen und deren Lehrgänge für Sozialpädagogik und Soziale Arbeit, für das Bibliotheksmanagment und für die Akademie für Design (heute Fakultät der Universität), die in den letzten Jahren durchgeführt wurden.

Die Aufgabenstellungen in diesem Bereich verlangen sehr oft einen methodischen Ansatz, den man unter dem Schlagwort Evaluation zusammenfassen kann. Die Fragestellungen sind dabei verschieden breit angelegt: Bewertungen ganzer Ausbildungslehrgänge erfordern einen methodisch breiten Ansatz, um Wirksamkeit und Effizienz der Maßnahmen zu bewerten. Andere Fragestellungen sind weniger breit angelegt, wenn apollis etwa als Dienstleister der Sprachschule alphabeta die Kursbewertungen der Sprachschüler/innen auswertet.

apollis konnte sich im Bereich von Schule und Ausbildung immer wieder auch in vertiefter Form mit ganz spezifischen Problemen auseinandersetzen, etwa dem Problem der Schulabbrecher/innen oder der Attraktivität bestimmter Ausbildungsschienen.

Daneben sind es immer wieder ganz konkrete Problemstellungen in der Ausbildung, die bearbeitet werden: Wie bewähren sich neue Lehrpläne, wie kann der Unterricht zeitlich und inhaltlich besser organisiert werden, wie sieht das Ausbildungsangebot einer Region aus und wie soll es sich entwickeln?

Bei allen diesen Aufgabenstellungen versuchen wir die Potentiale eigener empirischer Erhebungen einzusetzen und diese optimal mit anderen Wissensquellen zu verbinden.